Gruppenfoto Jahrestagung des Förderprogramms „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ in Berlin
© BWWE / Anja Blumentritt

Der Fachkräftemangel bleibt eine der zentralen Herausforderungen – gerade für kleine und mittlere Unternehmen. Umso wichtiger ist die Arbeit der über 200 Beratungskräfte im Förderprogramm „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“, die junge Talente gezielt auf ihrem Weg in die Ausbildung begleiten. Dazu gehören sowohl Schulabgänger, die schon genaue Vorstellungen von ihrem beruflichen Weg haben, als auch Jugendliche, die sich schwer tun mit der Ausbildungssuche. Zudem ist die Vermittlung von Geflüchteten oder Ausbildungssuchenden aus dem Ausland Teil des Portfolios.

Durch das Förderprogramm erhalten Betriebe Unterstützung bei der Bewerbersuche für freie Ausbildungsstellen durch speziell geschulte Beratungskräfte. Die Berater aus dem Modul „Passgenaue Besetzung“ helfen individuell bei der Besetzung von Ausbildungsstellen mit inländischen Jugendlichen, die als „Willkommenslotsen“ ausgebildeten Berater kennen sich darüber hinaus mit der Integration von Geflüchteten sowie Ausbildungsbewerbern aus EU- und Drittstaaten aus.

Auf der Fachkonferenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stand die Arbeit der Beraterinnen und Berater im Fokus: Zwei Tage voller Praxisimpulse, Austausch und Einblicke in moderne Tools – von KI-gestützter Beratung bis hin zu innovativen Vermittlungsstrategien. Ein besonderes Highlight stellte der neue Programmpunkt „Beraterinnen und Berater im Rampenlicht – Meisterbrief für gute Ideen“ dar, bei dem erstmalig besondere Leistungen ausgezeichnet wurden.

Die Veranstaltung wurde von Frau Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstandspolitik, eröffnet. In Ihrer Rede würdigte Frau Dr. Jänsch den Einsatz der Beraterinnen und Berater und bekräftigte die Bedeutsamkeit ihrer Arbeit:

„Sie sind die Brücke zwischen jungen Talenten und Unternehmen, die dringend Nachwuchs brauchen. Sie erschließen neue Potentiale – sei es bei Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen, Geflüchteten oder Ausbildungssuchenden aus dem Ausland. Sie gehen individuell auf Betriebe und Bewerber ein, finden maßgeschneiderte Lösungen, wo es keine Standardrezepte gibt. Sie motivieren Unternehmen, auch unkonventionelle Wege zu gehen und Diversität als Stärke zu sehen. Dabei sind Rückschläge manchmal unvermeidlich – aber der Erfolg, wenn ein junger Mensch die Chance auf eine Ausbildung bekommt, macht alles wett.“

Durch das Förderprogramm konnten in 2024 mehr als 10.400 Betriebe sowie über 17.400 junge Menschen – davon rund 2.900 Geflüchtete – individuell beraten werden. Insgesamt konnten dadurch über 4.900 Vermittlungen in Ausbildung, Arbeit und Einstiegsqualifizierung realisiert werden, davon rund 800 mit geflüchteten Personen und 355 mit Jugendlichen aus EU- und Drittstaaten.

Mehr zu dem Förderprogramm „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ erfahren Sie auf der Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums.

Frau Dr. Jänsch beim Grußwort der Jahrestagung des Förderprogramms „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ in Berlin
© BWWE / Anja Blumentritt
Dr. Hendrik Voß vom ZDH, Petra Campanelli vom BMWE mit Vertreterin der Handwerkskammer Düsseldorf auf einer Bühne bei Auszeichnung
© BMWE / Maria Hagenkötter
Dr. Hendrik Voß vom ZDH, Petra Campanelli vom BMWE mit Vertreterin der Handwerkskammer Flensburg auf einer Bühne bei Auszeichnung
© BMWE / Maria Hagenkötter
Dr. Hendrik Voß vom ZDH, Petra Campanelli vom BMWE mit Vertreterin der Handwerkskammer Erfurt auf einer Bühne bei Auszeichnung
© BMWE / Maria Hagenkötter
Dr. Hendrik Voß vom ZDH, Petra Campanelli vom BMWE mit Vertreterin der IHK Osnabrück Emsland Grafschaf Bentheim auf einer Bühne bei Auszeichnung
© BMWE / Maria Hagenkötter
Dr. Hendrik Voß vom ZDH, Petra Campanelli vom BMWE mit Vertreterin der Oldenburgische IHK auf einer Bühne bei Auszeichnung
© BMWE / Maria Hagenkötter