Was will ich eigentlich nach der Schule machen? Studieren? Eine Ausbildung? Freiwilligessoziales Jahr? Gerade während der Corona-Pandemie gab es in den letzten zwei Jahren für Schülerinnen und Schüler wenig Möglichkeiten, sich zu orientieren. Berufliche Orientierungwar schwierig zwischen Distanzlernen und ausgefallenen Praktika zu realisieren. Digitale Angebote wurden in großer Zahl umgesetzt, konnten aber praktische Erlebnisse nichtersetzen.

Um hier nachzusteuern geht das Land über das Schleswig-Holsteinische Institut fürberufliche Bildung (SHIBB) und die Nachwuchsfachkräftekampagne #bleiboben neue Wege. „Gemeinsam mit den Kammern für ihre jeweiligen Berufsfelder und der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit bieten wir den Schülerinnen und Schülern dieses Jahr das erste Mal die „Praktikumswoche SH“ an“, sagte Jörn Krüger, Direktor des SHIBB. „Dabei lernen Schülerinnen und Schüler in fünf Tagen täglich ein neues Berufsfeld und ein neues Unternehmen in ihrer Region kennen“, so Krüger weiter.

Und so geht’s: Betriebe, Einrichtungen und Behörden sowie Schülerinnen und Schüler können sich auf der digitalen Plattform „Praktikumswoche SH“ (https://www.praktikumswoche.sh) anmelden – schon jetzt. Diese Plattform bringt beide Seiten zusammen und plant interessenbasiert und automatisch eine individuelle Praktikumswoche, in der die Jugendlichen an fünf Tagen fünf verschiedene Möglichkeiten zur Berufsausbildung kennenlernen können. Komplizierte Bewerbungsverfahren entfallen.

Die Praktikumswoche findet grundsätzlich in den Sommerferien statt. Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen können mit Einverständnis der Schule bereits ab 23. Mai auch schon während der Schulzeit teilnehmen. „Gerade Praktika sind ein Türöffner in die berufliche Ausbildung und ein wichtiger Baustein, um junge Menschen und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen“, bekräftigt Krüger. „Mit der Praktikumswoche können sich Schülerinnen und Schüler individuell und praktisch in ihren beruflichen Interessen orientieren und Ausbildungsunternehmen und -Einrichtungen kennenlernen. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung.“

Die Praktikumswoche wird durch Fördermittel des Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB), der Handwerkskammern, der Industrie- und Handelskammernund der Regionaldirektion Nord unterstützt. Zudem wird die Aktion in die Nachwuchsfachkräftekampagne #bleiboben eingebunden: über den Instagram-Kanal@sh_derechtenorden sowie die Website www.bleib-oben.de, auf der Schülerinnen und Schülern darüber hinaus die Vorteile und Möglichkeiten einer dualen Berufsausbildung sowie mögliche Berufe vorgestellt und Fragen rund um das Thema Ausbildung beantwortet werden.

Weitere Informationen:
https://praktikumswoche.de/regionen/schleswig-holstein