In fast allen Lebensbereichen und auch auf dem Arbeitsmarkt machen sich der demografische Wandel, die weiter fortschreitende Globalisierung und der stetige technische Fortschritt bemerkbar. In den kommenden Jahren wird es daher in vielen Branchen einen wachsenden Bedarf an Fachkräften geben. Gleichzeitig werden die Anforderungen an das Qualifikationsniveau der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigen.

Der Ovale Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung hat eine umfassende „Fachkräftestrategie für Rheinland-Pfalz“ erarbeitet, deren aktuelle Fassung bis 2021 Gültigkeit besitzt. Am Ovalen Tisch kommt die Landesregierung mit Partnern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Gesellschaft zusammen. Drei Handlungsfelder stehen aktuell besonders im Fokus der rheinland-pfälzischen Berufsbildungsakteure: die Sicherung des Fachkräftenachwuchses, das Nutzen von Potenzialen und der Erhalt sowie der Ausbau von Kompetenzen.

Die Landesstrategie zur Fachkräftesicherung zeichnet sich in mehrfacher Hinsicht durch ein besonderes Vorgehen aus. So vereint sie erstens alle wesentlichen Akteure für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung: Die Kammern und Arbeitgeberverbände, die Bundesagentur für Arbeit, die Gewerkschaften und die zuständigen Fachministerien.

Zweitens geht sie über eine politische Willensbekundung hinaus. Mit der Vereinbarung haben sich die Partner des Ovalen Tischs auf fachlich fundierte und auf aufeinander abgestimmte Vorhaben bis 2021 geeinigt. Drittens haben sie diese Vorhaben in einem Anhang konkretisiert und sich zu einer regelmäßigen Fortschrittsüberprüfung verpflichtet. Auf diese Weise wird ein hohes Maß an Transparenz und zugleich Verbindlichkeit für alle Partner erreicht.

Diese Strategie wird einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, und damit auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz weiter erhöhen. Sie ist ein Beitrag zu einem ausgeglichenen Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Land– eine gute Grundlage für gesellschaftlichen Wohlstand und Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz.