Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Duale Ausbildung als Erfolgsmodell „Made in Germany“
Das Ausbildungssystem in Deutschland ist ein Erfolgsmodell. Es trägt entscheidend dazu bei, dass Deutschland die niedrigste Arbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union vorweisen kann. Das duale System der beruflichen Bildung in Deutschland ermöglicht den Jugendlichen, eine breit angelegte hochwertige berufliche Qualifikation und sichert den Unternehmen einen hervorragenden Fachkräftenachwuchs. Es bietet durch die unmittelbare Nähe zur betrieblichen Praxis den Jugendlichen gute Voraussetzungen für den Übergang ins Arbeitsleben und (über berufliche Aufstiegsfortbildung) vielfältige Karriere- und Entwicklungschancen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie trägt mit vielen Maßnahmen dazu bei, Ausbildungen für Jugendliche und Unternehmen attraktiver zu machen. Mit der Kampagne #AusbildungSTARTEN wollen wir darauf aufmerksam machen. Im Sommer der Berufsausbildung 2021 informieren wir mit Aktionstagen und Veranstaltungen vor Ort und digital über alles rund um die Ausbildung.

Auf unseren Instagram-, Twitter-, LinkedIn- und Facebook-Kanälen gibt es auch nützliche Tipps und Tricks zum Thema, zum Beispiel:

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Das Bundeswirtschaftsministerium bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Programmen, Projekten, Initiativen und Netzwerken an, die Ihnen das Thema (duale) Ausbildung näher bringen:

1. Motivierte Azubis gesucht! Unter den insgesamt 324 Ausbildungsberufen ist für jeden Ausbildungssuchenden etwas dabei. Damit das so bleibt und um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden, modernisiert das BMWi zusammen mit den Sozialpartnern die Ausbildungsordnungen und passt sie den aktuellen technischen Entwicklungen an.

Eine zukunftsfähige Ausbildung muss für Betriebe und Bewerber lohnend sein und neben den berufsbezogenen fachlichen Anforderungen auch die wichtigen Aspekte der Digitalisierung und Vernetzung berücksichtigen. Deswegen werden unsere Ausbildungs- und Fortbildungsordnungen stets technologieoffen formuliert. Sie werden regelmäßig modernisiert und dabei – den Bedarfen der jeweiligen Branche entsprechend - auch an den Erfordernissen einer digitalisierten Wirtschaft ausgerichtet und es werden - wenn erforderlich - neue Ausbildungsordnungen auf den Weg gebracht. Damit leistet das BMWi mit der dualen Berufsausbildung einen zentralen Beitrag zur Sicherung der künftigen Fachkräftebasis.

2. Das Programm „Passgenaue Besetzung“ wirkt den Passungsproblemen auf dem Ausbildungsmarkt entgegen, indem die Berater/innen kleine und mittlere Unternehmen bei der Besetzung ihrer offenen Ausbildungsstellen mit geeigneten Jugendlichen unterstützen. Die 140 Beraterinnen und Berater an den Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft wirken von der Ausbildungsbedarfsanalyse im Betrieb bis hin zu Auswahlgesprächen und Einstellungstests mit den Jugendlichen mit.

Werfen Sie einen Blick auf die Arbeit der Beraterin Lisa Klein von der IHK. Sie erklärt uns, wie das Matching bei der Passgenauen Besetzung funktioniert.

3. Mit dem Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“ wird die grenzüberschreitende Mobilität von Auszubildenden unterstützt. Die rund 35 „Mobilitätsberater/innen“ bei den Kammern unterstützen kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Auszubildende bei der Vorbereitung und Durchführung von Auslandspraktika. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung und zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung geleistet.

4. Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ richtet sich an Unternehmen, die Menschen mit Fluchthintergrund in Ausbildung und Beschäftigung bringen. Das Team des Netzwerks unterstützt ihre über 2.700 Mitgliedsunternehmen tatkräftig und mit einem breiten Spektrum an Angeboten und Veranstaltungen. Dabei steht die Aufnahme einer dualen Berufsausbildung für junge Menschen mit Fluchthintergrund im Zentrum ihrer Aktivitäten. Mehr als 50% der Mitgliedsunternehmen haben im letzten Jahr Ausbildungsplätze mit jungen Menschen mit Fluchthintergrund besetzt. Für Auszubildende (und Ausbilder) werden Workshops zur Prüfungsvorbereitung angeboten. Auszubildende haben außerdem die Möglichkeit, als Tandem oder in einer kleinen Gruppe Ideen zu entwickeln, um Integration in ihrem Betrieb zu fördern und sichtbar zu machen. Die Auszubildenden übernehmen dabei das Projektmanagement, können neue Methoden ausprobieren und lernen ihren Betrieb noch einmal von einer ganz neuen Seite kennen.

5. Die Willkommenslotsen informieren und beraten Unternehmen bei allen Fragen rund um die betriebliche Integration von Geflüchteten. Sie sensibilisieren Unternehmen für das Thema „Fachkräftesicherung“ und erhöhen so die Bereitschaft, Geflüchtete für Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisse einzustellen. Sie unterstützen bei der Besetzung von offenen Arbeits- und Ausbildungsstellen mit Geflüchteten und stehen auch nach einer gelungenen Eingliederung in den Betrieb als Ansprechpartner zur Verfügung. Seit Start des Programms im März 2016 haben die rund 90 Willkommenslotsen über 24.000 Vermittlungen von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit erzielt.

6. Im Modellprojekt „Gemeinsam in die Ausbildung“ werden geflüchtete und benachteiligte deutsche Jugendliche gemeinsam auf eine Ausbildung im Handwerk durch Deutsch- und Stützunterricht sowie Praktika vorbereitet und während der Ausbildung bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss begleitet. Das Projekt verfolgt neben dem Ansatz der „doppelten Integration“ (Geflüchtete und deutsche Jugend¬liche) die Betreuung aus einer Hand und unter einem Dach und leistet einen Beitrag zur Überwindung des Fachkräftemangels im Handwerk leisten.

7. Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Handwerk (ÜLU) stärkt und erhält die Ausbildungsbereitschaft und -fähigkeit der Handwerksbetriebe durch systematische Vertiefung der beruflichen Fachbildung in produktionsunabhängigen Werkstätten. Diese Ergänzung zur betrieblichen Ausbildung gewährleistet neben einer Anpassung der Berufsausbildung an technologische und wirtschaftliche Entwicklungen auch die Sicherung eines einheitlich hohen Ausbildungsniveaus unabhängig von der Ausbildungsfähigkeit oder Spezialisierung des einzelnen Handwerksbetriebs.

8. Auszubildende werden zu „Digitalisierungsscouts“ und identifizieren in ihren Ausbildungsbetrieben Digitalisierungspotenziale und setzen in Kooperation mit der Betriebsleitung eigenständig Digitalisierungsprojekte um. Dabei werden sie von professionellen Coaches unterstützt. Das Projekt wird von Unternehmen und Jugendlichen stark nachgefragt. Mehr als 150 Unternehmen mit über 500 Auszubildenden aus mehr als 70 verschiedene Ausbildungsberufe haben schon teilgenommen. Durchschnittlich besteht ein Team aus drei Auszubildenden.

Welche Digitalisierungspotenziale der Werkzeugbau-Azubi Adriano Roseano hebt, können Sie sich im Video anschauen.

9. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung stärkt als zentrale politische Plattform aller Akteure des Ausbildungsmarktes die Attraktivität, Qualität, Leistungsfähigkeit und Integrationskraft der dualen Ausbildung stärken. Die Allianzpartner verfolgen das übergeordnete Ziel, möglichst alle Menschen zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu bringen; die betriebliche Ausbildung hat hierbei klaren Vorrang.

Die Allianz besteht aus Vertretern der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH, den Gewerkschaften und den Ländern. Das BMWi verantwortet die Allianz federführend.

Die Laufzeit der Allianz reicht vom 26. August 2019, an dem die Vereinbarung der Allianz von allen Partnern unterzeichnet wurde, bis zum 31. Dezember 2022 (die Laufzeit wurde gegenüber der Vereinbarung um ein Jahr verlängert).