In fast allen Lebensbereichen und auch auf dem Arbeitsmarkt machen sich der demografische Wandel, die weiter fortschreitende Globalisierung und der stetige technische Fortschritt bemerkbar. In den kommenden Jahren wird es daher in vielen Branchen einen wachsenden Bedarf an Fachkräften geben. Gleichzeitig werden die Anforderungen an das Qualifikationsniveau der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigen.
Der Ovale Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung hat auf diesen Wandel reagiert und eine umfassende „Landesstrategie zur Fachkräftesicherung in Rheinland-Pfalz“ erarbeitet. Am Ovalen Tisch kommt die Landesregierung mit Partnern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Gesellschaft zusammen. Diese Partner haben intensiv beraten und in vier Handlungsfeldern alle relevanten Bereiche abgedeckt: Von der Sicherung des Fachkräftenachwuchses, über die Erschließung bislang ungenutzter Potentiale bis hin zum Erhalt und Ausbau vorhandener Kompetenzen der Beschäftigten.
Ebenfalls im Fokus der Strategie stehen Konzepte, durch die sich Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte als attraktive Arbeitgeber positionieren können. Die Landesstrategie zur Fachkräftesicherung zeichnet sich in mehrfacher Hinsicht durch ein besonderes Vorgehen aus. So vereint sie erstens alle wesentlichen Akteure für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung: Die Kammern und Arbeitgeberverbände, die Bundesagentur für Arbeit, die Gewerkschaften und die zuständigen Fachministerien.
Zweitens geht sie über eine politische Willensbekundung hinaus. Mit der Vereinbarung haben sich die Partner des Ovalen Tischs auf fachlich fundierte und auf aufeinander abgestimmte Vorhaben bis 2017 geeinigt. Drittens haben sie diese Vorhaben in einem Anhang konkretisiert und sich zu einer regelmäßigen Fortschrittsüberprüfung verpflichtet. Auf diese Weise wird ein hohes Maß an Transparenz und zugleich Verbindlichkeit für alle Partner erreicht.
Diese Strategie wird einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, und damit auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz weiter erhöhen. Sie ist ein Beitrag zu einem ausgeglichenen Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Land– eine gute Grundlage für gesellschaftlichen Wohlstand und Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz.