Am 3. März 2015 wurde das neue "Bündnis Ausbildung Hessen für die Jahre 2015 - 2019" unterzeichnet. Die Federführung für das Bündnis hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Die Hessische Landesregierung setzt sich gemeinsam mit Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunalen Spitzenverbänden und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit dafür ein, dass sich wieder mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung entscheiden und mehr Jugendlichen eine duale Ausbildung ermöglicht wird. Erreicht werden soll dies durch die Vereinbarung

  • allen Jugendlichen, die das wollen, eine – vorrangig duale – Ausbildung zu ermöglichen
  • das Unterstützungsangebot für das Gelingen einer Ausbildung weiter auszubauen
  • die Attraktivität der dualen beruflichen Ausbildung zu steigern
  • den Übergangsbereich zu optimieren.

Diese drei Handlungsfelder werden mit zahlreichen Maßnahmen hinterlegt, die in einem Anhang zum Bündnis konkretisiert werden. Beispielsweise sollen die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze um 1500 erhöht werden, 1500 Plätze für die Einstiegsqualifizierung und ausreichend Praktikumsplätze bereitgestellt werden. Es wurde vereinbart, die qualifizierte Ausbildungsbegleitung auszubauen, die Zahl der Ausbildungen in Teilzeit zu erhöhen, mehr Menschen zum Nachholen einer Ausbildung zu motivieren und für die Nachqualifizierung Beschäftigter eine flächendeckende Beratungsstruktur aufzubauen, die Hochschulzugangsmöglichkeiten für beruflich Qualifizierte zu erweitern oder die Berufs- und Studienorientierung in allen allgemeinbildenden Schulformen auszubauen und die Verbindlichkeit zu stärken.

Es findet einmal jährlich ein Spitzengespräch statt, um die Lage am Ausbildungsstellenmarkt zu erörtern und die Vereinbarungen ggf. an die aktuellen Entwicklungen anzupassen.